Wohin das Projekt wachsen kann
Zwölf Städte sind ein Anfang, kein Endzustand. Diese Seite skizziert, wie es weitergehen kann. Nichts davon ist versprochen; die Reihenfolge hängt an Ressourcen und Partnern. Sie zeigt aber, wofür die Architektur gebaut wurde.
Schritte, die auf dem bestehenden Datenmodell aufsetzen und ohne neue Infrastruktur machbar sind.
Validierung & Stakeholder-Interviews
Abgleich der Ergebnisse mit kommunalen Nachhaltigkeitsberichten und Kurzinterviews vor Ort. Steht so im Projektplan (Phase F) und entscheidet darüber, wie belastbar der Index wirklich ist.
Benchmark-Gruppen
Städte werden zusätzlich innerhalb ihrer Größenklasse verglichen. Bocholt gegen andere Mittelstädte sagt mehr aus als Bocholt gegen Köln, und für Kommunen wird das Ranking dadurch fairer.
Offene JSON-API
Alle Werte liegen bereits maschinenlesbar vor. Eine dokumentierte API macht daraus eine Infrastruktur für Forschung, Presse und Civic-Tech-Projekte.
Amtliche Register als Datenquellen
Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister für Solaranlagen, GTFS-Fahrpläne für echte ÖPNV-Taktung statt bloßer Haltestellenzahl. Die Pipeline ist dafür vorbereitet: Jeder Indikator deklariert seine Quelle und kann einzeln umgestellt werden.
Erweiterungen, die neue Verarbeitungswege brauchen, aber das Projekt qualitativ verändern.
NRW-Vollausbau: alle 396 Kommunen
Statt einzelner API-Abfragen wird der komplette NRW-Datenauszug lokal verarbeitet. Dann ist jeder Ort im Land dabei, mit Suche und Filtern auf der Karte, und der Projekttitel gilt wörtlich.
Zeitreihen
OpenStreetMap hat eine Historie. Monatliche Snapshots zeigen, welche Kommune sich verbessert und welche stagniert. Eine Verlaufskurve ist für Kommunalpolitik interessanter als jede Momentaufnahme.
Mitmach-Schleife
Fehlt ein Unverpackt-Laden auf der Karte, kann ihn jede und jeder selbst in OpenStreetMap eintragen. Der nächste Datenlauf nimmt ihn automatisch mit. Aus der größten Schwäche der Datengrundlage wird ein Beteiligungsangebot.
Wohin das Projekt wachsen kann, wenn aus dem Prototyp eine getragene Infrastruktur wird, etwa in Zusammenarbeit mit einer Hochschule.
Deutschland: rund 10.700 Gemeinden
Der gleiche Weg wie beim NRW-Vollausbau, nur mit dem bundesweiten Datenbestand. Technisch eine Frage der Rechenzeit, organisatorisch eine Frage der Trägerschaft.
Adress-Check: die 15-Minuten-Frage
Eine Adresse eingeben und sehen, was in 15 Minuten zu Fuß erreichbar ist: Haltestelle, Park, Einkauf. Damit wird aus dem Kommunen-Vergleich ein persönliches Werkzeug.
Satellitendaten für den Grün-Indikator
Vegetationsindizes aus Sentinel-2-Aufnahmen statt kartierter Polygone. Das löst die dokumentierten Probleme mit Überlappungen und Kartierungslücken vollständig.
Korrektur des Kartierungs-Bias
Gut gemappte Städte schneiden heute tendenziell besser ab. Ein Modell, das die lokale Kartierungsdichte als Kontrollvariable einbezieht, wäre ein eigenständiger Forschungsbeitrag.
Mitgestalten
Vieles davon ist keine Frage der Technik, sondern der Trägerschaft. Wenn du als Kommune, Hochschule oder Initiative an einem dieser Schritte mitarbeiten willst, melde dich: kontakt@geomesh.de. Mehr zum Hintergrund steht auf der Projektseite.